Diese Tipps zeigen dir einige Zahnungshilfen auf


Bei dem ein oder anderen Baby sind die ersten kleinen Zähnchen über Nacht sichtbar, andere Babys hingegen quälen sich über einen längeren Zeitraum mit den Schmerzen, bis die ersten Zähne durchbrechen. Nicht nur die Kinder leiden während dieser Zeit, auch dich als Elternteil nimmt diese Zeit einen ganz besonders mit. 

 

Wie du dein Baby mit Zahnungshilfen wie zum Beispiel mit Zahnungsgel bei dem Prozess unterstützen kannst, haben wir dir im heutigen Beitrag zusammengestellt.
Damit wirst nicht nur du, sondern vorallem dein Baby die Zahnungszeit erfolgreich überstehen.

Anzeichen für das Zahnwachstum

Der erste Babyzahn zeigt sich durchschnittlich zwischen dem 5. und 8. Lebensmonat. Eltern, die diese Zahnungsphase schon einmal miterlebt haben, leiden während dieser Zeit mit ihren Babys ganz besonders mit. Schon während des 3. Lebensmonat beginnt der Zahnwachstum schubweise und schon hier kann dein Baby erste Anzeichen zeigen:

  • die Körpertemperatur deines Babys ist leicht erhöht
  • dein Baby speichelt sehr stark 
  • die Wangen deines Babys sind gerötet
  • dein Baby kaut immer öfters auf harten Gegenständen oder den eigenen Fingern herum
  • bei einigen Babys kann es zu häufigen Durchfällen kommen und sie haben weniger Appetit als sonst
  • quengeliges Kind, das scheinbar ständig unzufrieden wirkt, was zu Schlafstörungen des Babys führen kann
  • das sicherste Zeichen: Das gerötete Zahnfleisch. An dieser Stelle siehst du möglicherweise schon ein erstes kleines Zähnchen durchschimmern

Wie du bereits erahnen kannst, ist diese Zahnungsphase nicht nur für Babys, sondern auch für Eltern besonders anstrengend, da diese mitleiden und die Nächte nicht gerade erholsam ausfallen werden.

Zahnungsgel als Hilfe für Babys

Das Zahnungsgel kannst du direkt mit einem Finger auf das Zahnfleisch des Babys auftragen. Besonders in akuten Situationen eignet sich das Gel als unterstützende und hilfreiche Maßnahme.

Während der Zahnungszeit ist das Zahnfleisch von Babys meistens recht geschwollen, gerötet und vor allem sehr empfindlich. Das Auftragen des Gels mit deinem Finger empfindet ein Baby daher als angenehme und wohltuende Massage des Zahnfleisches. Das Gel gibt es in jeder Apotheke zu kaufen. Es gibt hierbei unterschiedliche Zusammensetzungen, je nachdem für welches Produkt du dich entscheidest.
Die pflanzlichen Komponenten (wohltuende und lindernde Pflanzenextrakte wie Kamille oder Salbei) im Zahnungsgel können den Schmerz des Durchbruchs lindern und entzündungshemmend wirken. 

Worauf du beim Kauf des Zahnungsgels für dein Baby achten solltest

Wenn möglich, sollte das Zahnungsgel zuckerfrei sein.

Bei einigen Herstellern ist in diesen Zahnungsgels etwas Alkohol enthalten, damit sich keine Keime an den offenen Stellen am Zahnfleisch und im Mund bilden beziehungsweise ausbreiten können. Die Menge des enthaltenen Alkohols sollte jedoch möglichst gering sein.

Es gibt außerdem einige Zahnungsgele, in denen Betäubungsmittel enthalten sind. Der Einsatz sollte sich allerdings nur auf wirklich schwere Fälle beschränken oder nach Rücksprache oder Anraten des Kinderarztes.

Veilchenwurzel als Unterstützung während der Zahnungszeit

Die Veilchenwurzel gilt seit Jahrzehnten als altes Hausmittel für die Zahnungshilfe bei Babys. Ähnlich wie bei einem handelsüblichen Beißring können Babys auf der Veilchenwurzel herumkauen. Das Baby kaut dabei statt auf Plastik auf einem Naturprodukt herum.
Die Veilchenwurzel besteht genaugenommen aus der Wurzel der wilden Iris. Zu kaufen gibt es diese in Apotheken und in den meisten Drogerien.

Als Zahnungshilfe wird die Veilchenwurzel relativ gut angenommen. Durch das Beißen werden wohltuende und gut schmeckende ätherische Öle freigesetzt. Durch das Kauen wird die ursprünglich harte Wurzel elastischer und weicher. Bei dem überempfindlichen Zahnfleisch des Babys wird das als angenehm empfunden und gleicht einer Massage.

 

Das solltest du bei der Pflege der Veilchenwurzel beachten:

Die Veilchenwurzel muss als Zahnungshilfe ordentlich was mitmachen. Sie wird oft bekaut, wodurch sich eine Menge Speichel an der Veilchenwurzel anhaftet. Deshalb sollte die Wurzel regelmäßig gesäubert werden, damit diese nicht zu einem Bakterienherd mutiert. Gerade bei dem empfindlichen und schon angegriffenen Zahnfleisch deines Babys kann es sonst zu Zahnfleischentzündungen kommen, wenn sich Keime und Bakterien in das Zahnfleisch einarbeiten.

Bevor du deinem Baby diese Wurzel zum ersten Mal gibst, lege die Wurzel erst einmal für eine halbe Minute in kochendes Wasser und lass sie danach vollständig durchtrocknen. Durch das heiße Wasser werden Bakterien abgetötet. Wiederhole das Abkochen am besten regelmäßig.

Prüfe vor jedem Gebrauch, ob die Veilchenwurzel brüchig geworden ist oder ob Risse entstanden sind. Wegen der Verschluckungsgefahr eignet sich die Veilchenwurzel dann nicht mehr.

Weitere Zahnungshilfen für Babys

Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Hausmittel, die dein Baby während des Zahnens unterstützen können:

  • ein Stück gekühlte Gurke
  • ein kalter Waschlappen (mit kühlem Wasser oder Kamillentee getränkt), an dem viele Babys während des Zahnens gerne kauen und saugen
  • reibe den Kiefer deines Babys mit Kamillentee ein (kann beruhigend und schmerzlindernd wirken)
  • ätherische Öle wie Lavendel, Nelke oder römische Kamille können als Massagegel aufgetragen werden
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